„Sorgenfrei ins Alter - Pensionsplanung“

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Checkliste für die Planung der Pensionierung

 

Ganz egal ob Sie eine Frühpensionierung anstreben oder ganz regulär in Rente gehen möchten, der dritte Lebensabschnitt muss gut und früh geplant sein. Bereits 10 -15 Jahre vor der eigentlichen Pensionierung sollten Sie sich daher einige grundlegende Gedanken zu Ihrer Altersvorsorge machen. Eine solide Finanzplanung schafft Sicherheit, damit Sie sorgenfrei nach vorne blicken können.

 

 

1. Zeitpunkt der Pensionierung:

vorzeitig oder ordentlich?

 

Eine vorzeitige Pensionierung verschafft Ihnen unter Umständen mehr Lebensqualität, führt aber zu einer erheblichen Kürzung der Altersleistungen. Diese kann allerdings oft mit einer Überbrückungsrente (Pensionskassenreglement) und/oder mit einem geplanten Kapitalverzehr kompensiert werden.

 

 

2. Art der Pensionierung:

in einem Zug oder gestaffelt?

 

Der schrittweise Ausstieg aus dem Berufsleben stellt eine Alternative zur teuren vorzeitigen Vollpensionierung dar und bietet interessante Planungsmöglichkeiten. Beispielsweise können so AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige (bis CHF 48‘000 pro Jahr für ein Ehepaar!) umgangen werden.

 

 

3. Form der Altersleistungen:

Rente, Kapital oder Mischform?

 

Für die Wahl sind folgende Kriterien zu berücksichtigen, die Sie für sich selber werten müssen:

 

  • Wunsch nach Flexibilität in der Einkommensgestaltung
  • Vorhandene oder fehlende Finanzdisziplin
  • Sicherheit des Einkommens
  • Höhe des gewünschten Einkommens
  • Wunsch nach Absicherung der Hinterbliebenen
  • Besteuerung der Altersleistungen
  • Lebenserwartung aufgrund des Gesundheitszustandes und Altersunterschied zum Lebenspartner

 

 

4. Hypotheken:

amortisieren oder nicht?

 

Auch hier muss das Vorgehen anhand der nachfolgenden Kriterien und Aspekte Ihnen überlassen werden:

 

  • Wie hoch ist die (sichere) Anlagerendite eines der Hypothek entsprechenden Betrages nach Abzug von Steuern und Kosten im Vergleich zum Hypothekarzins nach Steuerersparnissen?
  • Amortisationen schränken den finanziellen Spielraum ein, weil das Geld für andere Dinge fehlt
  • Wie steht es um die langfristige Liquiditätsplanung
  • Viele Banken/Versicherungen lassen Wiederaufstockungen von Hypotheken nach der Pensionierung nicht mehr ohne weiteres zu (Belehnung und Tragbarkeit).

 

 

5. Einkommensbedarf nach der Pensionierung:

wie hoch?

 

Anhaltspunkte für den Einkommensbedarf nach der Pensionierung liefert eine realistische Aufstellung der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben (Budget). Eine zweckmässige elektronische Vorlage (Excel) kann bei uns kostenlos bestellt werden.

 

 

6. Steuern:

Chancen nutzen?

 

Bei den Steuern kann mit einer langfristigen Planung (vor und nach der Pensionierung) erheblich gespart werden:

 

  • Wahl des Wohnsitzes
  • Einzahlung Säule-3a
  • Freiwilliger Einkauf in die Pensionskasse und/oder Kaderplan
  • Unterhalt der Liegenschaft
  • Indirekte Amortisation der Hypothek
  • Verteilung des Bezugs der Pensionskassen-, Freizügigkeits- und Säule-3a-Gelder über mehrere Jahre.
  • (Teil-) Bezug des Pensionskassenguthabens
  • Optimierung der Vermögensanlagen

 

 

7. Sicherung des Einkommens:

Möglichkeiten?

 

Damit die reduzierten Einkünfte und vorhandenen Ersparnisse nach der Pensionierung bis zum Tode reichen, bedarf es eines Finanzplanes, der allenfalls mit Hilfe von Spezialisten zu erstellen ist. Ein solcher gibt Auskunft über die finanzielle Auswirkung der Pensionierung auf Einnahmen, Ausgaben, Liquidität, Vermögen und Steuern. Es ist sinnvoll, verschiedene Szenarien zu rechnen und miteinander zu vergleichen.

 

 

8. Nachlassregelung:

wertvoll?

 

Wer für die finanzielle Sicherheit seiner Hinterbliebenen (Ehepartner, Lebenspartner) sorgen will und sicherstellen möchte, dass das Erbe in seinem Sinn verteilt wird, sollte entsprechende Vorkehrungen treffen. Güter- und erbrechtliche Massnahmen können mittels Testament oder durch einen Ehe-, Konkubinats- oder Erbvertrag festgelegt werden. Handelsbedarf ist insbesondere angesagt wenn:

 

  • Kapitalbezug Pensionskasse
  • Liegenschaftsbesitz
  • Inhaber von Firmen
  • Familien mit Kinder

 

 

9. Wann sollte mit der Planung der Pensionierung begonnen werden?

frühzeitig?

 

Der Start der Pensionsplanung zwischen Alter 50 und 55 hat sich als sinnvoll erwiesen: Ein erster Blick in die Zukunft zeigt, ob noch Handlungsbedarf für den Ausbau der Altersvorsorge besteht und lässt dafür ausreichend Zeit. Ebenfalls können Massnahmen im Bereich der Steueroptimierung erkannt und umgesetzt werden.

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